Ausflugspacket bei jeder Nilkreuzfahrt

Zwischen Luxor und Assuan (oder in umgekehrter Reihenfolge) werden bei allen Nilkreuzfahrten die gleichen Sehenswürdigkeiten besucht. Bei einer einwöchigen Nilfahrt wird nicht mehr besucht als während einer 4- oder 5-tägigen Fahrt; die Ausflüge werden jedoch auf die Hin- und Rückfahrt aufgeteilt.

Luxor: Tempelanlage von Karnak

Die Tempelstadt von Karnak ist die grösste religöse Anlage Ägyptens, deren Bauzeut betrug etwa 1700 Jahre. Die labyrinthartige Tempelanlage diente - wei der kleinere Luxor Tempel - der Verehrung des Gottes Amun. Die Tempelanlage besteht aus drei von Mauern umgebenen Beriechen.
Der Tempel des Amun-Re, auch Reichstempel genannt, ist der grösste ägyptische Tempel mit insgesamt zehn Pylonen. Es handelt sich nicht um einen Tempel im klassischen Sinn, sondern um eine Ansammlung verschiedener aneinanger gebauter Sakralbauten.
Zu den bedetensdsten Bereichen des Tempels zählt der grosse Säulensaal, der als eines der Weltwunder der Antike gilt und einen Raum der Grösse des KölnerDoms umfasst. Dei 134 Säulen in 16 Reihen auf einer Fläche von 5408 m2 bilden eines der grossartigsten Bauwerke der Menschheitsgeschichte. In der Antike verband eine Allee, die beidseitig von 365 Spnixen geäumt war, den Amin Tempel mit dem ca. 2,5 km entfernten Luxor-Tempel Diese Strasse endete am 10. Pylon des Tempels.

Luxor: Karnak-Tempel

Geweiht ist der Tempel von Luxor der Göttertriade Amun, Mut und Chons. Zwei 15 m hohe Kolossalstatuen, die Ramses II. darstellen und ein 25 m hoher Obelisk bewachen das Tor zum Heiligtum. Das Gegenstück zu diesem Obelisken wurde 1836 an Frankreich verschenkt und steht nun in Paris auf dem Place de la Concorde. Im Inneren des Tempels befindet sich der Säulenhof. Die Säulen, die die Form von Papyrusblüten haben, sind mit Hieroglyphen bedeckt, die von Gott Amnon und den siegreichen Schlachten Ramses II. erzählen. Der Tempel diente der Vereinigung des Königs mit seinem göttlichen Ka.

Theben West: Tal der Könige

1922 wurde das Grab des Tutanchamun mit der reich gefüllten Schatzkammer entdeckt. Deser Fund hat in der damaligen Zeit eine wahre Ägyptomanie ausgelöst. Das Tal der Könige beflügelt seitdem die Phantasie der Menschen. Mehr als 500 Jahre war dies der Ort der letzte Ruhe für die mächtigen Hwerrscher des Neuen Reichs. Die Grafstätten wurden in Stein gemeisselt, die Mumien mit Gold und Edelsteinen bestückt. Trotz der geschützten Orte wurden die meisten Gräber von Plünderern und Dieben heimgesucht. Im Tal der Könige sidn bisher 65 Ruhestätten ausgegraben worden. Neben dem Grab des Tutanchamun sind auch die Gräber anderer Pharaonen sehr sehenswert. Jeder Grab hat eine eigene Geschichte und spezifische Merkmale.

Theben West: Tempel der Göttin Hatshepsut

Ein architektonisches Meisterwerk ist der Totentempel der Königin Hathsepsut. Die Fassade schliesst natlos an den Berg an, während das Allerheiligste tief im Felsen vergrabem ist.

Theben West: Memnon-Kolosse

Die beiden Memnon-Kolosse am Eingang der Totenstadt waren Wächter des Heiligtums, das König Amenophis III. bauen liess. Der Tempel wurde zerstört, aber die beiden Steinkolosse blieben erhalten.

Edfu: Horus-Tempel

Dieser Tempel ist der am besten erhaltene Ägyptens aus der Zeit der Ptolemäer. Die typischen Merkmale eines ägyptischen Tempels kann man erkennen; Dei äussere Umfassngsmauer aus Lehmzieglen, der gewaltige Eingangspylon, dahinter der offenen Säulenhof, umstanden mit Säulen, die unterschiedliche Kapitelle tragen. In der Säulenhalle mit dem Allerheiligsten steht ein Schrein aus schwarzem Stein für das Standbild des Gottes, und in einer Kmmer ist die Barke zu sehen, auf der Horus einmal im Jahr in das nördlich von Luxor gelegene Dendera fuhr, um dort seine Gemahlin Hathor zu besuchen.

Kom Ombo: Doppeltempel des Sobek und Haroeris

Auf einem Hügel oberhalb des Nils liegt der griechisch anmutende Doppeltempel, der den Göttern Sobek und Haroeris ((Horus der alte) gewidmet ist. Zwei miteinander berbundene Anlagenteile, die sich ersten Pylon, Hof und Säulenhalle teilen, und erst ab dem Säulensaal beginnt die Ausprägung zwei symmetrische Hälften bis zum Allerheiligsten. Die Anlage entstand unter der Herrschaft der Ptolomöer im 2. Jahrhundert v. Chr. Sehenswert: In der Hathor Kapelle sind einbalsamierte 2000 Jahre alte, heilige Krokodile ausgestellt!

Assuan: Highdamm

In den Jahren 1960 bis 1971 errichtete die Sowjetunion den "Sadd el Ali" genannten Staudamm und weitgehend das elektrische Verteilernetz im Land. Das Bollwerk gegen die Nilfluten ragt 111 m über das Flussbett, an der Krone ist es 3,6 km lang und 40 m breit, an der Basis erreicht es eine Breite von 980 m. Diese gewaltige Dicke ist nötig, da der Damm allein durch sein Gewicht dem Druck des Wassers standzuhalten hat; andere Hochdämme sidn gewölbt und im umliegenden Fels verankert, was hier nicht möglich war. Die aufgeschüttete Baumasse entspricht dem 17-fachen Inhalt der Cheops-Pyramide. Der Hochdamm staut im Nassersee den Nil über eine Länge von 550 km bis weit in den Sudan hinein.

Assuan: unvollendeter Obelisk

In den Granitsteinbrüchen von Assuan findet man den unvollendet gebliebenen Obelisken, der wahrscheinlich aufgrund seiner Ausmasse (ca. 1'100 Tonnen schwer) schon bei der Herstellung Schaden genommen hat. Interessant ist jedoch die Überlegung, dass hier der rote Granit für Bauwerke in Luxor und sogar Kairo gebrochen wurde. Diese Orte waren hemr als 200 km bez. 930 km entfernt der Transport muss alleine schon ein logistische Meisterleistung gewesen sein.

Assuan: Isis-Tempel Philae

Das besondere an der südlich von Assuan gelegenen Granitinsel Philae, die gern als "Perle Ägyptens" bezeichnet wird, ist die Tempelstadt, die sich auf ihr erhebt und aus der ptolemäischen und römischen Herrschaftszeit datiert. Mit Inbetriebnahme des Assuan Staudamms wurde der Tempel Isis jedoch vom Waser überflutet. Deshalb versetzte man ihn auf die Nachbarinsel Agilika. In der Tempelanlage wurde neben Isis auch ihr Sohn Harpokrates verehrt. Das Bauwerk ist am Tag sehr eindrucksvoll

Assuan: Botanic Island (Lord Kitchener Island)

Mprdwestlich von Elephantine umspült der MNil die ehemalige Privatinsel von Lord Kitchener ("Kitchener Island", allerdings hört man diesen Namen aus der Kolonialzeit nicht mehr gerne, deshalb eher Botanic Island), heute ein Botanischer Garten mit afrikanischen und asiatischen Tropenpflanzen. Man lässt sich mit einer Felukke (Segelboot) von Assuan auf die Insel fahren und kann dort den Spaziergang über die Insel geniessen (der Bootsfahrer fährt in der Zwischenzeit auf die andere Seite der Insel und wartet dort). Am Freitag ist die Insel übervölkert, da dann die Ägypter ihren Feiertag haben und Scharenweise die Insel besuchen

Abu Simbel (fakkultativ)

Eine der eindrücklichsten Tempelanlagen in ganz Ägypten seht in Abu Simbel. Schier unvorstellbar, wie die vier 22 Meter hohen Sitzkolosse und das Tempelinnere direkt aus dem Fels gemeisselt wurden. Der Tempel besteht aus zwei Felsentempeln: Der Grosse wurde zum Ruhm des Pharaos Ramses II errichtet und der Kleine ist der Himmelsgötting Hathor und der Gemahlin von Ramses II, Nefertari, gewidmet.
Zweimal im Jahr findet das "Sonnenwunder" statt: In einem bestimmten Zeitraum dringen die Sonnenstralen tief ins Tempelinnere vor und beleuchten das Allerheiligste, welches aus 4 Statuen besteht. Jedoch werden nur 3 Statuen beleuchtet, nämlich die des Amun Re, des Re Haarachte und des vergöttlichten Ramses II. Die Die Statue de Ptha, dem erdgott, der mit dem Totenreich verbunden ist, bleibt im Dunkeln.
die Tempelanalgen drohten durch den Bau des Assuan-Staudammes in den Fluten des Nasser-Sees zu versingen. In den Jahren 1963 - 1968 wurden die Tempel in einer von der UNESCO durchgeführten Aktion in 1'036 bis zu 30 Tonnen schwere Blöcke zersägt und 64 Meter höher und 180 Meter landeinwärts wieder aufgebaut.