Assuan

Assuan liegt 926 km südlich von Kairo und ist die Grenzstadt zu Schwarz-Afrika. Je nach Quelle hat Assuan ca. 150'000 bis 500‘000 Einwohner. Assuan war am schwer schiffbaren 1. Katarakt und war einst Kreuzpunkt von Karawanenstrassen und ein wichtiger Tauschplatz. Der 1. Katarakt waren 12 km reissende Stromschnelle. Die Ware musste auf dem Land mit Eseln transportiert werden. Assuan hat ein ausgezeichnetes Winterklima und war deshalb schon früher sehr bekannt. Durch den Hochdamm wurde Assuan zu einem Industriezentrum mit Eisen- und Stahlwerken, Düngemittel- und Zuckerfabriken. Um die Jahrhundertwende wurde an erhöhter Lage als englisches Kolonialhotel das prächtige Cataract Hotel erbaut, das schon bald nach seiner Eröffnung als bestes Hotel ganz Afrikas gerühmt wurde. Berühmt sind heute die Terrasse, wo Aghata Christie ihren Roman "Tod auf dem Nil" verfasst hat sowie der Kuppelbau des Speisesaales, dem "Club 1902". In Assuan gibt es drei Gruppen von Menschen: Die Assuani, die Nubier und die Nassria, die kamen, um den Nasserstausee zu bauen. Diese sind immer noch "Fremde", haben kein Wasser und Abwasser, klare Grenzen werden zwischen den drei Gruppen gezogen.

Orientalischer Souk (Bazar)

Was man unbedingt nicht verpassen sollte ist ein gemütlicher Bummel durch den Souk (Parallelstrasse zur Corniche). Vom Hotel Old Catract spaziert man die Corniche hinunter, vorbei am Polizeigebäude, dann rechts bis zur Moschee (2. Seitenstrasse), dann links. Hier beginnt der Souk beim Hotel Abou Shelib. (nilabwärts). Hier kann man nach Lust und Laune Souvenirs kaufen (Papyrus, Steinskulpturen, Kupfer, Schmuck, Leder, Parfums, Teppiche etc.), aber auch Gewürze, Gemüse und Früchte. Doch bedenken Sie: es muss gehandelt werden – und das braucht Zeit! Überlegen Sie sich, was Ihnen das Angebotene Wert ist und beginnen Sie etwa bei ¼ dieses Wertes zu handeln! Achtung: Kaufen Sie nie Antiquitäten (Steinskulpturen, Münzen etc.). Die Ägypter sind Meister im herstellen neuer „Antiquitäten“. Und wenn es echte Antiquitäten wäre, so wäre die Ausfuhr sowieso strengstens verboten!

Hotel Old Catract

Trinken Sie einen Tee auf der berühmten Aussichtsterrasse des Hotels Old Cataract und geniessen Sie dabei einen herrlichen Sonnenuntergang. Auf dieser Terrasse beginnt Agatha Christies berühmter Roman „Tod auf dem Nil“. Dieses Buch empfiehlt sich übrigens ideal für einen Ferienaufenthalt im Niltal, da man vor Ort alles live nachvollziehen kann. Beachten Sie, dass es für Nicht-Hotelgäste von 16-19 Uhr meistens eine Minimum-Charge gibt von 25 LE, für die konsumiert werden muss (oder die man bezahlen muss). Wenn Sie im Old Cataract sind, besuchen Sie auch den berühmten und gewaltigen Speisesaal

Nubisches Museum

Etwas oberhalb des Hotels Old Catract (gegenüber des Hotels Basma) befindet sich das 1997/1998 eröffnete Nubische Museum mit über 5000 nubischen Exponaten

Unvollendeter Obelisk

Auf dem Weg zum Flughafen zweigt ca. 1 km nach dem Hotel Old Cataract die Strasse zu den Granitsteinbrüchen mit dem unvollendeten Obelisken ab (Schild „unfinished Obelisk“). Gegen 5 LE Eintritt kann hier der 1'200 Tonnen schwere unvollendete Obelisk bestaunt werden, der vermutlich wegen eines Sprungs im Granit liegengelassen wurde. Es ist heute ein Rätsel, wie er in seiner Grösse und mit seinem Gewicht aufgestellt worden wäre!

Ausflug westliche Nilseite

Mieten Sie eine Fellukke und setzen Sie auf die westliche Nilseite über (es gibt weder Fähre noch Brücke; die gleiche Fellukke bringt Sie wieder retour nach Assuan – vorher einen guten Preis aushandeln!) und besichtigen Sie die Botanic Island (Lord Kitchener-Insel), eventuell noch das Simeons-Kloster.

Mausoleum des Aga Khan

Auf der westlichen Nilseite sehen Sie weit sichtbar das Mausoleum des Aga Khan. Aga Khan war der 48. Imam, Oberhaupt und Sprecher der Ismaeliten (mohammedanische Sekte, die nach dem 1. Weltkrieg internationalen Einfluss hatte). Aga Khan verstarb 1957 Aga Khan. Seine Witwe Debegun, die täglich eine frische Rose auf sein Grab setzen lässt, lies in 18 Monaten die Grabmoschee in fathidimidischem Stil errichten. Seit dem Jahre 2001 ist das Mausoleum für Touristen geschlossen, da sie sich teilweise ungebührend verhielten.

Simeonskloster und Felsengräber

Vom Mausoleum auf Pfad durch die Wüste in 20 minütigem Fussmarsch ist dieses Kloster aus dem 7. Jahrhundert erreichbar (Kamele können gemietet werden). Es musste wegen Wassermangel aufgegeben werden. Die imposanten Ruinen der Klosteranlagen zählten früher zu den grössten von Ägypten. Folgt man den Kamelspuren, so kommt man zu den Felsengräbern. Beachten Sie, dass der Weg durch die Wüste geht (Wasser mitnehmen) und dass Sie als Wanderer dauernd von Kameltreibern umworben werden!

Botanic Island - Lord Kitchener Insel

Elephantine Island

Die 1,5 km lange Insel wird von umgesiedelten Nubiern bewohnt, die in zwei Dörfern leben. Auf dem untersten Teil der Insel liegt markant das Hotel Mövenpick (früher Oberoi) mit seinem markanten Turm. Es ist ein lohnenswerter Ausflug, zu Fuss über diese Insel zu wandern und die friedliche Welt der Nubier zu erleben! Beginnen Sie den Spaziergang am oberen Ende der Insel und bummeln Sie immer in Nilrichtung durch die engen Gassen der beiden Dörfer! Sie brauchen keine Angst zu haben, Sie sind herzlich willkommen! Grüssen Sie die Einwohner, die vor den Häusern in den engen Gassen sitzen freundlich mit „Salamalejkhum“ – und sie werden freundlich zurückgrüssen! Sie fühlen sich sofort in eine andere, friedliche Welt versetzt. Sie erleben ein ganz neues Gesicht von Ägypten! Am unteren Ende des zweiten Dorfes (ganz an der Mauer zum Hotel Oberoi) findet sich das Nubian House, ein blaues Haus mit einem sympatischen Restaurant im nubischen Stil. Ein gemütlicher Ort, um sich zu verweilen und einen Karkadee-Tee oder türkischen Kaffee zu geniessen.
Die Insel erreicht man mit der öffentlichen Fähre, die südlichsten Anlieger an der Corniche ab, unterhalb des Parkes des Old Catract (beachten Sie die Tafel „Farryboat“). Die Überfahrt kostet ein Pfund und ist ein Erlebnis. Verzichten Sie auf die vielen Angebote der Leute, sie mit einer Felukke überzusetzen. Die Fähre mit den Einheimischen ist sehr günstig und ein Erlebnis wert.
Die Elephantine wurde aufgegeben, als man die Schwesterstadt Assuan aufbaute. Aus der Elephantine wurde eine Tempelstadt: der Widdergott Chnum wurde verehrt (Symbol der Zeugungskraft). Chnum sollte den Nil segnen und für massvolle Überschwemmungen sorgen. Auf der Insel gibt es ein einfaches Museum sowie den Nilometer, mit dem früher der Nilstand gemessen wurde um festzulegen, wie hoch die Steuern angesetzt werden.

Segelbootsfahrt mit einer Felukka

Geniessen Sie gegen Abend, wenn es nicht mehr so heiss ist und leichte Winde einsetzen eine gemütliche Fahrt mit einer Felluke (Segelboot) auf dem Nil. Erleben Sie den Sonnenuntergang auf einer Fellukke! Wer etwas mehr Zeit hat, der kann sich nilaufwärts durch die Kataract-Flusslandschaft ins Nubierdorf Negah-ei-mahata segeln lassen und je nach Wind und Zeit mit der Fellukke oder mit einem Taxi nach Assuan zurückkehren

Koptische Kirche in Assuan

Im Jahre 2002 wurde in Assuan eine grosse Koptische Kathedrale des St. Michaels fertig erbaut. Dieses Imposante Bauwerk liegt hinter dem Hotel Old Catract und ist sicher ein Besuch wert. Um die zahlreichen Kopten aus der Region Assuan aufzunehmen wurde die Kirche zweistöckig erbaut. Gegen eine Spende für die Kirche sind Mitarbeiter gerne bereit, eine kleine Führung durchzuführen. Nehmen sie dieses Angebot dankbar an.

Staudamm und Nassersee

1898 bis 1902 bauten die Engländer südlich von Assuan einen 2 km langen Staudamm quer durch den Fluss, der nach zwei Erhöhungen 1943 eine Höhe von 51 Metern erreichte. 180 Tore regulierten den Wasserhaushalt und die Felderbewässerung mit dem kostbaren Nilschlamm.
Der neue Hochdamm „Sadd el Ali“ (im Volksmund auch „Nasser-Pyramide“ genannt) wurde 1960 – 1971 von den Russen erbaut und weitete das elektrische Verteilernetz in ganz Ägypten aus. Die Felder entlang des Niles wurden nach dem Bau nicht mehr überschwemmt, es konnte eine Ernte mehr eingebracht werden, dafür gab es keinen wertvollen Nilschlamm mehr, der die Felder früher düngte. Der Sadd el Ali ragt 111 Meter über dem Flussbett, ist 40 Meter breit und 3,6 Kilometer lang. Der neue Hochdamm staut den Nil über eine Länge von 550 km bis weit in den Sudan hinein. Die gewonnene Elektrizität machte erst die Elektrifizierung der rund 4000 Dörfer Aegyptens möglich. Wegen des Staudammes mussten rund 100'000 Nubier umgesiedelt werden und von der UNESCO rund 16 Tempel verschoben werden. Beachten Sie beim Besuch des gewaltigen Bauwerkes, dass wohl fotografiert werden darf, aber es verboten ist, Videoaufnahmen zu machen. ACHTUNG: beim Highdamm ist es verboten zu Filmen, Fotografieren ist nur ohne Zoom-Objektiv gestattet! Die Ägypter wissen nicht, dass die meisten Digitalfotokameras mit Video-Funkionen ausgestattet sind. Setzen Sie Video und Fotokamera eher diskret und nicht gerade vor einem Polizisten ein!

Philae - Tempel

Den Philae-Tempel, der der Göttin Isis geweiht ist, erreicht folgendermassen: per Taxi Fahrt bis zur Anlegestelle unterhalb des alten Staudammes. Dort kann man Tickets kaufen und mit einem Motorboot auf die Insel übersetzen (schliessen Sie sich einer Gruppe oder anderen Reisenden an, um nicht ein ganzes Boot bezahlen zu müssen). Ein Besuch des Tempels lohnt sich vor allem Spätnachmittags, dann sind am wenigsten Besucher auf der Insel, dafür ist er von wundervollem Spätnachmittags - Sonnenlicht beleuchtet. Sehr Eindrucksvoll ist die Sound- und Lightshow am späteren Abend. Aus gewaltigen Lautsprechern wird die Geschichte des Tempels erzählt, der mit Scheinwerfern beleuchtet wird – ein gewaltiges und eindrückliches Erlebnis. Erkundigen Sie sich im Hotel (oder in einem grösseren Hotel oder einer Agentur in einem Hotel) über die Vorführungszeiten (vor allem für die Deutsche Vorführung). Infos unter: http://www.soundandlight.com.eg

Abu Simbel

290 km südlich von Assuan liegt der Tempel Abu Simbel mit seinen berühmten Pharaonen-Monumenten, idyllisch direkt am Ufer des Nassersees. Dieser Tempel kann per Taxi, Bus oder mit dem Flugzeug erreicht werden. Beachten Sie jedoch die lange Strecke. Wunderschön (und nicht zu heiss) ist der Besuch bei Tagesanbruch oder bei untergehender Sonne. Doch bedingt dies sehr frühes Aufstehen. Wer die Fahrt nicht mit dem Taxi selber organisieren will richtet sich an eine Reiseagentur in einem der grösseren Hotels. Oder man geht direkt ins Büro der Egypt-Air in Assuan (Abtal El Tahrir St, Tel. 315000 (...1/2/3/4) oder beim Flughafen Assuan und bucht sich selber einen Flug (mit ca. 1-2 stündigem Aufenthalt). Ein Besuch des eindrücklichen Tempels Abu Simbel lohnt sich, man muss jedoch genügend Zeit einrechnen. ACHTUNG: Wenn man den Flug vor Ort bucht ist er sehr teuer (ca. 500.- bis 800.- Fr.). Bucht man ihn jedoch mit dem Arrangement zusammen aus der Schweiz oder aus Deutschland, so kostet er ca. 310.- Fr)! Eine Buchung aus der Schweiz loht sich, da die Flüge meist ausgebucht sind und Wartelisten auf den Flügen bestehen!

Kamelmarkt von Assuan

Jeden Dienstag findet in Daraw (rund 30 km nördlich von Assuan) der grösste Kamelmarkt Ägyptens statt. Die Kamele, die hierher kommen, stammen aus dem Sudan (ca. 1500 km). Die grosse Menge Kamele sind sehr beeindruckend. Setzen Sie sich zu den Ägypter und geniessen Sie einen Schai (Schwarztee), der an allen Ecken zubereitet und verkauft wird und schauen Sie dem Handeln zu. Gleichzeitig findet ein grosser Markt für die Umgebung statt mit Wasserbüffeln, Schafen, Ziegen, Eulen, Schlangen etc. Den Kamelmarkt von Daraw erreicht man mit dem Sammeltaxi (einen Einheimischen fragen) oder per Taxi. An einzelnen Tagen sind an diesem Kamelmarkt auch Carweise Touristen anzutreffen.

Ausflüge, die bei uns gebucht werden können

Wer bei Sindbad-Reisen eine individuelle Ägyptenreise bucht, dem empfehlen wir, die Ausflüge auch gleich mitzubuchen. So müssen Sie sich um nichts kümmern. Ein deutschsprachiger Reiseführer holt sie beim Hotel ab und führt sie mit einem privaten Kleinbus zu den Sehenswürdigkeiten und erklärt dort alles. Im Preise sind die Eintrittsgelder mit inbegriffen.

Preise in Schweizer Franken (inkl. PKW / Chaufferu / deutschsprachiger Reiseführer)
Preisangaben ohne Gewähr

In der Schweiz buchbare Ausflüge

Ausflugsprogramm Bei 2 - 5 Personen Bei 1 Person
Abu Simbel inkl. Flüge Assuan-Abu Simbel-Assuan und Transfers (½ Tag) 365.- Fr 365.- Fr
Abu Simbel mit PKW (1 Tag) 190.- Fr 365.- Fr
Kitchener-Insel mit Botanischem Garten mit dem Segelboot (½ Tag) 50.- Fr 70.- Fr
Nubisches Museum (½ Tag) 70.- Fr 95.- Fr
Simeon Kloster (½ Tag) 60.- Fr 80.- Fr
Sound & Light Show im Philae Tempel (abends) 60.- Fr 120.- Fr
Assuan-Rundfahrt: Philae-Tempel, Nasser-See-Staudamm, Unvollendeter Obelisk (1 Tag) 75.- Fr 100.- Fr
Privat-Bootsafari auf dem Nasser-See (Wandern, Krokodil- und Vogelbeobachtung, Angeln)
inkl. Vollpension, Wasser, Tee, Kaffee und Bootsführung (kann für eine oder Mehrtagestour
gebucht werden)
275.- Fr pro Tag 470.- Fr pro Tag